Das Amt als Gemeinderat (dem Parlament der Stadt Zürich) ist mein Liebstes. Ich lese mich gern durch die zig Berichte und schaue dann wie ich mit Fragen, Änderungsanträge oder eigenen Vorstössen das Beste für die Stadt Zürich ermöglichen kann. Als Politiker der politischen Minderheit, ist es natürlich nicht immer ein Spaziergang, aber mit guten Ideen, hartnäckigem Verhandeln und dem Wissen, dass man manchmal die Befriedgung im “Absingen wüster Lieder” finden muss, wird vieles möglich.

Wenn es etwas gibt, das mich beschreibt, dann fleissig, humorvoll und Machertyp. Seit meinem Eintritt im Sommer 2021 habe ich knapp 100 Geschäfte eingereicht. Kritiker dürfen mir gerne einen Hang zum Hyperkativismus vorwerfen, nur ist es halt so, dass von nichts auch nichts kommt.

Gegenwärtig bin ich der Vizepräsident der HBD/SE (Sachkommission Hochbaudepartement und Stadtentwicklung). In dieser Funktion behandeln wir vor allem städtebauliche Fragen, viele Änderungen der Bau- und Zonenordnung, sowie grössere Bauprojekte, die vielfach in einer Urnenabstimmung münden.

Inhaltlich bin ich breit aufgestellt, einerseits weil ich vielseitig interessiert bin und anderseits, weil ich viele Anliegen aus der Bevölkerung auch aktiv aufgreife.

Highlights:

  • Erhalt der Bierschilder an Zürcher Beizen: Der Stadtrat wollte die sogenannten Biersignete verbieten, das sind die klassischen Tafeln, die vor vielen Beizen hängen. Unser Vorstoss, dies weiterhin zu erlauben, wurde angenommen.
  • Digitales Abstimmungsbüchlein: Viele schauen sich heute ihr Abstimmungsmaterial direkt online an, daher wollten wir die Möglichkeit schaffen, dass man sich das gedruckte Abstimmungsbüchlein abbestellen kann (freiwillig). Unser Vorstoss wurde angenommen.
  • Haltung eines Tukans in der Stadtgärtnerei: Die schöne Geschichte des Tukan Bosi sollte weitergehen, oder wie mein Tante schrieb: “keine weltbewegende aber Herzen erfreuende Angelegenheit.” Leider teilte das Parlament unsere tierische Liebhaberei nicht.
  • Frauen NLA Spiele im Letzigrund: Die FCZ und GC Damen sollten mehr Spiele im Letzigrund austragen können. Dass man ein Champions League Spiel in Schaffhausen ausführen muss, sollt nicht mehr passieren. Vorstoss hängig.
  • Zentrale Stellung für Baubewilligungen von Gastrobetrieben: Gastronomen und Gastronominnen müssen teilweise mit unterschiedlicher Auslegung, fehlender rechtlicher Wirkung der Auskünfte und hoher Dauer des Verfahrens rechnen. Wir möchten, dass das Know-How und die Prozesse in einer Anlaufstelle konzentriert werden. Vorstoss hängig.
  • Flächen für Gewerbe, Innovation und Produktion im Lebensmittelbereich (Standort menu and more sowie Schlachthofareal). Vorstösse hängig.